Admin-Day 2010

Nach den Erfolgen der letzten Jahre beim Celebrieren des seit Juli 2000 bestehendem Feiertag für System-Administratoren mit vielen „Beschenkungen“ und „Beglückwünschungen“, sah es dieses Jahr eher mager aus :-(.

Neben einem kalten Händedruck und einem liebevoll verpacktem Geschenk (Auflösung, was drin war kommt später) war am heutigen Tage nix los.

Beruflich haben somit ca. nur 1,25 % der Mitarbeiter ihre Pflicht am heutigen Tage erfüllt und mir gratuliert :-). Was für eine Schmach…

Muss ich mich nächstes Jahr scheinbar schon vorher wieder ins Gedächtnis bei den Leuten rufen… oder liegt das an der Wirtschaftsflaute, oder am diesjährigem Führungswechsel und dem damit verbundenen „Mehraufwand“ für einige im Unternehmen? :-). Oder haben die User mir das größte Geschenk gemacht und sich heute kaum mit dummen Fragen gemeldet?

… ach, ich bin so gemein :-).

Backup machen, wie geht das, was brauche ich… braucht man das überhaupt?

Immer häufiger kommt es vor, dass ich Anrufe oder E-Mails bekomme in denen ich als „Letzte Hoffnung“ betitelt werde… nicht, dass mich das stört oder es nicht stimmt *Eigenlob stinkt* :-)… aber: „Es geht auch einfacher oder anders gesagt, man kann sich den Stress ersparen!“ 🙂

Heutzutage reicht es nicht nur aus, sich ein schönes, schnelles Notebook oder Rechner zu kaufen und dann jahrelang damit zu arbeiten ohne niemals auch nur an eine Backup-Strategie gedacht zu haben.

Wer heutzutage seine Bilder, Dokumente, PDF’s, Videos, E-Mails usw. nicht sichert gehört in meinen virtuellen „DAU-Knast„.

Deshalb hier eine kurze Erläuterung, was man beachten sollte und wie man an das Thema „Backup“ herangeht. Zu detailliert werde ich nicht werden, da das Ganze nur eine Anregung und SumUp sein soll.

Wie gehe ich vor?

  1. Die erste Frage, die man sich stellen sollte, ist, ob mehrere Rechner zu Hause ein Backup benötigen. Wenn ja, dann kann man über ein Storage-System (sogenannte NAS-Systeme) nachdenken, was je nach Festplatten-Kapazität dementsprechend kostet und in ein vorhandenes Netzwerk gut integriert werden kann.Vorteil (ohne zu sehr auf die Details einzugehen):
    Alle können auf die gleichen Inhalte zugreifen.
    Meist sind mehrere Festplatten in solch einem System verbaut, was die Ausfallrate drastisch reduziert.
    Läuft ein NAS System mit einem RAID, dann kann da schon einmal eine Platte kaputt gehen und die Daten sind noch vorhanden.

    Benötigt nur ein Rechner ein Backup ist man mit einer Externen Festplatte definitiv besser und kostengünstiger beraten.

  2. Nachdem man weiß was man will, sollte man auch Taten folgen lassen und ein NAS oder eine externe HDD kaufen.
  3. Nach dem Kauf muss das Backup geplant und eingerichtet werden.
    Dazu muss man sich Gedanken machen, was man überhaupt sichern möchte. Hier ein paar Vorschläge:
    Fotos, Dokumente, Videos, E-Mails, Kalender und Kontakte (Adressbücher).

Welche Software gibt es?

  1. Backup-Software gibt es wie Sand am Meer und einige davon kann man wirklich wegschmeißen. Folgende Liste ist sicherlich nicht vollständig, aber mit dieser Software habe ich definitiv gute Erfahrung:
  • DirSync (freeware und benutze ich selbst) & Acronis
  • oder aber googlen und selbst ausprobieren (Quick-Search)Ein HowTo für die beiden Tools folgt bei Interesse auch.

Hier noch ein paar Hinweise, was man nicht tun sollte:

  1. Niemals das Backup abbrechen!
    Man weiß nie, wann das System doch mal ausfällt, und wie Murphy es will, ist es genau einen Tag, nachdem das Backup nicht lief.
  2. Niemals den externen Datenträger abziehen.
    Ich hatte schon Leute, die einfach die externe HDD gar nicht angeschlossen hatten, nachdem das Backup dort eingerichtet war und die damit richtig auf die Nase geflogen sind. Also Leute, wenn die Lampe an der HDD nicht leuchtet ist se auch net an 🙂
  3. Wenn jemand anderes die Sicherung eingerichtet hat, sollte niemals etwas an der Konfiguration geändert werden.
  4. Wenn eine externe HDD zum Einsatz kommt niemals alle Daten NUR auf dieser externen HDD speichern, sondern sowohl auf dem Rechner als auch auf der externen HDD!

So, bleibt nur noch zu sagen:

Wem ich helfen soll, der kann per E-Mail/Telefon gerne anfragen.

MAK-Key Aktivierung nach Standard Windows Server 2008 Installation

Da lädt man sich aus dem tollen „Volume Licensing Service Center“ von Microsoft das aktuellste, lizensierte Windows Server 2008 ISO herunter um eine VM davon zu installieren, und nach erfolgreicher Installation schlägt die Online-Aktivierung des Produkt kläglich mit folgender Fehlermeldung fehl:

Windows konnte nicht aktiviert werden!
Beschreibung: Der DNS-Name ist nicht vorhanden.

Fehlercode in slui.exe 0x8007232B

Toll…

Die Fehlerbeschreibung, dass der DNS-Name nicht vorhanden ist, ist ja schon ziemlich skurril und „Alles und Nichts“- Aussagend.
Diverses suchen nach Netzwerkfehlern und Firewall Einstellungen brachte keine Abhilfe….

Da kam mir der Gedanke, dass man bei der Win 2008 Server Installation keinen eigenen Key eingeben musste, was mich da schon sehr verwunderte.
Scheinbar haben die ISO’s aus dem Downloadbereich vom MS Service Center alle einen Standardkey hinterlegt, der sich nicht aktivieren lässt.

Wie kann ich Windows Server 2008 denn nun online aktivieren?

Als erstes muss der Standard-Key durch euren eigenen Key ausgetauscht werden.
Das geht sehr einfach, indem man eine Admin-Konsole öffnet und folgendes Script mit Parametern aufruft:

cscript slmgr.vbs -ipk 11111-22222-33333-44444-55555
// Die Zahlenkombi durch den eigenen MAK-Key ersetzten
// Das Script liegt in C:Windowssystem32
// (der automatisch ausgewählte Ordner, wenn man die
// Konsole mit Administrator Rechten ausführt)

Oder aber ihr findet die systemeigene Funktion unter „Systemsteuerung/System“ ganz unten auf der Seite.

Als nächstes muss man wissen, wo man bei Win Server 2008 die Online-Aktivierung findet?.
Am schnellsten ruft man diese auf, indem unter Start/Suche starten der Begriff „slui“ eingegeben wird oder wieder unter Systemsteuerung/System auf den Link klicken.
Nun öffnet sich die Online-Aktivierung und man startet den Aktivierungsprozess.

Jetzt sollte folgende Meldung zu sehen sein: 

Hat es euch geholfen?

Twitch’s DAU-Knast #4

Heute: Erneuter Zuwachs im DAU-Knast!

Diesmal ein kleines Ereignis mit einer Personengruppe, wo man echt nicht genau weiß,
ob die nur nerven wollen, es wirklich nicht verstehen oder nur zu dumm sind :-)…

… sorry für’s anpöbeln, aber das geht echt gar nicht!

Also, Knasttür auf und folgende Personengruppe hinein:

  • „E-Mail lesen – Verweigerer“
    (Ich lese die E-Mails eines Admins nicht, und nerve lieber mit dummen Fragen per Telefon)

Neulich im Vertrieb:

Neulich schrieb ich den Mitarbeitern eine E-Mail, in denen ich ihnen mitteilte, dass über die Mittagspause der Druckserver wegen Wartungsarbeiten nicht zur Verfügung steht.
Hier der Inhalt der E-Mail:

Hallo,

in der heutigen (DATUM) Mittagspause (12:30-13:00) steht kein Drucker zur Verfügung.
Alle Druckaufträge, die ihr während dieser Zeit an einen Drucker sendet gehen verloren.

Um ca. 13:40 bekam ich dann einige Anrufe, ob es denn nun endlich wieder möglich wäre zu drucken…

Im kurzen die Zusammenfassung der Telefonate:

DAU: Wann kann ich eigentlich wieder drucken?
Ich: Was? Hast du denn eigenltich schon einmal ausprobiert zu drucken?
DAU: Ne, du hast doch gesagt alle Druckaufträge gehen verloren.
Ich: schlaf weiter… und RTFE (Abgeleitet von RTFM)

Und wieder ein Beweis, wie gerne einige Leute die Hardware, Software und andere IT-Sachen als Ausrede nutzen, um nicht arbeiten zu müssen.