Wer sperrt eine Datei?

Jeder kennt das… man möchte einfach eine Datei löschen, ein Softwareupdate installieren oder eine neue Software installieren, aber der Vorgang bricht ab, weil irgendeine Datei im Lese-Schreibzugriff durch irgendwen oder irgendwas blockiert wird.

Eh man nun verzweifelt sucht, alle möglichen Mitarbieter informiert die Software zu schließen oder aber gar Server neustartet oder Netzlaufwerke trennt um den Ursacher komplett zu kicken und wieder Lese-Schreibzugriff zu haben, gibt es einen einfacheren Weg.

  • Man klicke mit der rechten Maustaste auf das Desktopsymbol Arbeitsplatz oder Computer, je nach Windows Version
  • Anschließend den Submenüpunkt Verwaltung wählen
  • Nun klickt man auf System/Freigegebene Ordner/Geöffnete Dateien und…
  • … man erhält eine schöne Liste aller Dateien die gearde in Verwendung sind, inkl. dem Bneutzer.

Hinweis:

Sollte man in einer Netzfreigabe suchen, wer die Datei blockiert muss man die Computerverwaltung natürlich des verwaltenden Serevrs aufrufen 🙂

 

Ältere E-Mails synchronisieren (Prepopulation) Blackberry Enterprise Express 5.x

Ok, ich muss ja mal eins sagen, was mich beim „Blackberry Administrieren“ echt nervt!
Ich kann eine Gerätewechsel innerhalb des Aufbewahrungszeitraums der E-Mails nicht mehrfach durchführen, ohne das die vorhandenen E-Mails verloren gehen. Diese gehen aber nicht in der Postbox verloren sondern das neue Gerät hat diese einfach nicht mit synchronisiert bei der Aktivierung.

Manchmal hilft nur ein komplettes löschen des Users aus dem BES, aber eben auch nur manchmal!

Um die E-Mail-PrePopulation bei erneutem Enterpriseaktivierung dennoch mit auf das neue BB zu pushen gibt es zwei Workarounds, die aber auch nicht in jedem Falle funktionieren… warum das so ist, habe ich leider noch nicht herausgefunden.

Folgende Einstellungen müssen für Workaround 1 gesetzt werden:

  1. Man öffnet man die Administratorkonsole des BlackBerry Enterprise Server (Express) 5.x Servers
  2. Man klickt auf Servers and components
  3. Anschließend auf BlackBerry Solution topology / BlackBerry Domain / Component view / Email / Name des BES.
  4. Dann oben auf die Registerkarte Messaging (Nachrichten).
  5. Dort einfach die Einträge für Populierung nach Nachrichtenalter und Populierung nach Nachrichtenzahl wie gewollt ändern (siehe Screenshot).
  6. Anschließend alles speichern.

 

Wenn das nicht hilft gibt es noch eine weitere Möglichkeit (Workaround 2):

  1. Direkt auf der Adminkonsole des BLackberry Enterprise Express Servers klickt auf  Start > Ausführen und tippt regedit ein.
  2. Bei 32Bit Windows Servern geht zu folgendem Regkey: HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREResearch In MotionBlackBerry Enterprise Server
    Bei 64Bit Windows Servern geht zu folgendem Regkey: HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREWow6432NodeResearch In MotionBlackBerry Enterprise Server
  3. Drückt die rechte Maustasten beim RegistryKey Agents und wählt Neu > DWORD Value.
  4. Nennt den neuen Key ForceMsgPrepopOnActivation.
  5. Nach Anlage klickt doppelt auf den neuen Key ForceMsgPrepopOnActivation.
  6. Im Wertfeld tippt einfach eine 1 ein und anschließend auf OK.
  7. BES Dienste neustarten oder den kompletten Server und fertig…

Wie gesagt, beide Workarounds funktionieren nicht bei jedem Blackberry Benutzer… leider!

Automatische RDP Anmeldung (SingleSignOn) mit einer TS 2008 – RemoteApp von einem Win7 Client

Wenn man Mitarbeitern zu häufige Passworteingaben  ersparen möchte, trifft man in neueren Windows Server Umgebungen auf ungewohnte Probleme. Da der faule Mitarbeiter aber nun gerne ein SingleSignOn haben möchte, schafft ein kleiner Eintrag, den man per GPO verteilen kann oder direkt per gpedit.msc auf einem Win7 Client aktivieren kann, abhilfe.

Das Zauberwort, oder der Zauber-Schlüssel heißt:

„Delegierung von gespeicherten Anmeldeinformationen mit reiner NTLM-Serverauthentifizierung zulassen“.

Alle weiteren Einstellungen, die nötig sind hier im Screenshot:

Backupgedanken zu jüngsten Ereignissen

Ein Backup machen ist super! Den meisten privaten Anwendern reichte es bis heute wohl aus, eine externe Festplatte anzuschließen und einfach von A nach B zu kopieren oder gar zu synchronisieren. Dabei war die externe HDD wahrscheinlich immer direkt mit dem Rechner verbunden. Im Normalfall reicht so etwas auch vollkommen aus. Es wird sich wohl nie jemand die Mühe machen, und die Platte jeden Morgen mit zur Arbeit nehmen oder in irgendwelche Schließfächern zu verstauen um sie abends wieder herauszuholen und an den Rechner anzuschließen und die Sicherung laufen lassen.

Was aber nun, wenn man in die noch junge Vergangenheit blickt und auf einmal eine unaufhaltsame Flutwelle den Rechner samt der externen Festplatte einfach ein paar Kilometer mitnimmt. Das man seine Daten wiederfindet dürfte extrem unwahrscheinlich sein. Man müsste also diesbezüglich seine Backupstrategie überdenken.

Und gerade da kommt mein doch so verhasstes Wort wieder zum Vorschein: „CLOUD“.

Der Hype  Cloud Computing reißt ja irgendwie nicht ab und wurde auch schon oft diskutiert. Im Grunde genommen setzt es sich im Businessbereich (gerade im Mittelstand) nur schwer durch, da alteingesessene Geschäftsführer ungern das wichtigste Kapital Ihrer Firma, nämlich die Kontaktdaten, außerhalb der eigenen vier Wände wissen wollen – verständlicherweise. Wir als Deutsche sehen da wahrscheinlich auch mehr Datenschutzrechtliche Probleme, als irgendein anderes Volk auf dieser Erde :-). Im Privatbereich gestehe ich Cloud Computing schon eher Chancen ein.

Im Folgenden stelle ich meiner Meinung nach die interessantesten Cloud Dienste für Backupstrategien (Datei-/Ordnerbasiert) vor.
Eine Auswahl an Cloud-Diensten für das Synchronisieren von Kalendern, Kontakten, Aufgaben, Notizen usw. kann man auch über den Suchschlitz seiner favorisierten Suchmaschine finden):

1. Die bekanntesten Cloud-File-Backup-Dienste dürfte www.dropbox.com,  www.sugarsync.com und www.box.net sein.

  • Riesen Nachteil in meinen Augen sind:
    • Wer möchte schon seine persönlichen Daten einem Amerikanischen Produkt überlassen?… ich nicht!
      (Einzige Lösung für dieses Problem wäre meiner Meinung nach in den Sync-Folder einen TrueCrypt-Container zu legen. Der sollte ausreichend verschlüsselt werden können.)
    • Kostenlose Variante gehen nur von 2 bis 5 GB… das dürfte bei der heutigen Datenansammlung mancher Haushalte gerade mal ein paar Wochen reichen 🙂
  • Vorteile:
    • Diverse MobileApps für Blackberry, IPhone, IPad, Android um auch mobil auf seine synchronisierten Daten zugreifen zu können.

 

2. Einen eigenen Server!

Wer den Vorteil genießt einen eigenen Server zu haben oder jemanden vertraulichen kennt der einen besitzt kann sich mit einfachen Windows/Linux oder MAC Boardhilfen ein lustiges, schnelles und zudem noch sicheres Online-Backup einrichten. Eine Nähere Beschreibung folgt, wenn ich mit meiner Toolsammlung (z.B: scp, sftp, ssh, webDAV usw.) dafür fertig bin und ein Beispiel an eigenem Leibe erfahren habe 🙂.

3. Windows Live Mesh (ehemals LiveSync) inkl. Windows Live Sky Drive

  • Ähnlicher Nachteil wie bei DropBox, man weiß nie, ob der amerikanische Präsident die Daten nicht doch in die Finger bekommt.
  • Vorteile:
    • Nette Windows Features, wie übertragen von Programmeinstellungen auf diverse Rechner
    • RDP Verbindungen möglich
    • Speicherplatz von 25GB
    • Daten können mit einem eigenen Passwort verschlüsselt werden.
    • „SkyDrive“ & „Live Mesh“ direkt in Office integrierbar.

 

Alle hier genannten Online Dienste bieten die Möglichkeit die Daten auch mit anderen zu Teilen. Von MAC-Dienten nehme ich aus politischen Gründen abstand, auch wenn es immer schwerer wird die MAC Produkte aus einem Unternehmen fernzuhalten J.

Im Grunde muss man abwägen was einem wichtiger ist… Das Backup der Daten und somit die Verteilung der Daten auf mehr als einen Standort (Lösung 1,2,3) oder das diese Daten keiner lesen darf (dann nur Lösung 2; wenn man es richtig macht). Hat man darauf eine Antwort fällt die Entscheidung leicht. Klar ist jedoch, dass man bei seiner Backupstrategie langsam umdenken muss. Nur noch lokal auf andere Datenträger sichern dürfte immer gefährlicher werden… wobei meiner Meinung nach OnlineDienste auch gefährlich sein können. Man muss sich bewusst sein, dass meine eine Menge Kontrolle aus der Hand gibt. Ist eben doch was anderes als nen 20 Tonnen Tresor, der bei einem im Keller steht, mit nem USB Stick drin :-).

Was meint ihr?
Welche Online-Backup-Strategien kennt ihr?
Welche nutz ihr?