Twitch’s Senf der Woche

Diese Woche mal ganz im Sinne von „wie verhalte ich mich im Internet“. Inspiriert von den beiden Artikeln auf heise.de diese Woche.

Erkenntnis der Woche:

Den Nutzern sozialer Netzwerke und anderer Foren müsse klar werden: „Das Internet vergisst nie!

Manche Leute meinen doch wirklich das Internet sei noch anonym. Weitere denken, dass gelöschte Threads oder Posts in Foren, gelöschte Informationen in sozialen Netzwerken, gelöschte Bilder usw. nicht mehr auffindbar wären. Diesen Leuten will ich hier mal die Illusion nehmen und sagen… dem ist nicht so. Man benutze nur mal die tollen Webarchive, Bing- & Google-Cache usw. Wie die Erkenntnis der Woche es schon sagt: „Das Internet vergisst nie!“ Auf irgendeiner Festplatte ist die Info doch noch drauf und meist sind diese Festplatten irgendwie erreichbar.

Den Nutzern von sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Xing und co. möchte ich sagen: „Passt auf welche Informationen ihr von euch preisgebt.“ Einer Studie zufolge suchen bereits 28 Prozent der befragten Unternehmen sogar gezielt im Internet nach Informationen über Bewerber. Wollt ihr euch eure Zukunftschancen verbauen?

Auch die Regierung reagiert und möchte gerne Schülern per Schulstunden zeigen, wie sie sich im Netz verhalten sollen, damit sie nicht frühzeitig ihre Zukunft verbauen… denn: „Das Internet vergisst nie!“. Vielleicht ist es auch nur Wahlkampfgeplapper, aber ich persönlich finde diese Idee sehr gut.

Besonders kritisch bewerten es die Arbeitgeber, wenn sich Bewerber im Internet abfällig über ihre gegenwärtige oder vergangene Jobsituation äußern. Auch das Einstellen allzu persönlicher Inhalte, wie etwa Fotos von privaten Partys, bringt Bewerbern klare Nachteile.

Ich würde das Ganze aber noch ausweiten auf Studenten, Auszubildende … eigentlich betrifft das alle Menschen, denn egal was man schreibt, dass Internet vergisst nie! Jedes kleine Fitzelchen, das man hinterlässt, ergibt ein Gesamtbild. Wenn man dort z.B. lügt, so holt es einen im echten Leben irgendwann ein.

Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU), warnte die Bürger vor einem allzu freizügigen Umgang mit persönlichen Informationen im Internet.

Wer also weiterhin wie wild persönliche Infos, sei es Wahrheiten oder Lügen, im Netz verbreitet, der ist meiner Meinung nach eh selbst schuld. Ihr solltet immer abwägen: Was gebe ich preis!

Da hilft auch keine Idee vom Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaarmehr, dass solche Netzwerke dem User erlauben sollen zu bestimmen, welche Infos preisgegeben werden. Irgendwie kommt man dennoch an die Daten :-).
Bei der Idee von Ilse Aigner (Suchmaschinen sollten außerdem auf soziale Netzwerke keinen Zugriff haben) werden diese „social networks“ wohl noch ein Wort mitzureden habe, denn die wären schön doof, wenn sie ihre Einnahmequellen ausschließen. Das wird bestimmt so nicht umsetzbar sein.

Die einzige Chance für jeden einzelnen ist: „Passt auf, was ihr im Internet hinterlasst!“ Wer sich diese Aussage zu Herzen nimmt, wird wohl im richtigen Leben keine Benachteiligung zu spüren bekommen.

5 Gedanken zu „Twitch’s Senf der Woche

  1. Das stimmt, ein paar Studierende von mir haben mal ein Online-Lexikon für Rap-Musik gemacht, man kann sich leicht vorstellen, wwas da für Wörter drin standen. Als die mit dem Studium fertig waren, waren die noch ganz überrascht, dass beim Googeln nach ihrem Namen die obersten Hits so „interessante“ Verbindungen zu ihnen boten. Wer das angeclick hat, wusste zwar, was das war und das es sich offensichtlich um ein etwas eingeschränktes Lexikon handelte, aber das sieht man schlecht, wenn man sich die Trefferliste einer Suchmaschine ansieht…

  2. Das Gegenmittel für soetwas lautet Online-Reputation, was sehr Zeitaufwendig ist und ein großes Wissen über Suchmaschinen vorausetzt.
    Vielleicht blogge ich mal ein paar Tipps dafür.

  3. Tja gegen Daten die man freiwillig weg gibt kann man nur eins machen, BLEIBEN LASSEN. Gegen alles andere gibt es FireFox+AdBlockPlus+Ghostery und wenn man noch nicht genug hat TOR dazu und alles wird gut 🙂

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